Oktoberfest in München für Familien
Jedes Jahr wieder ist es eines der größten Ereignisse in der Münchner Touristensaison: das Mitte September bis Anfang Oktober stattfindende Oktoberfest. Besucher aus Nah und Fern, zum Teil bis aus dem Fernen Osten, jung und alt strömen dann zwei Wochen lang auf die Theresienwiese im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt, um sich Hendl und Bier, Mandeln und Zuckerwatte schmecken zu lassen und sich auf den wilden Fahrgeschäften zu vergnügen.
Besonders bei jungen Menschen wird die “Wiesn”, wie die Einheimischen sie nennen, jedes Jahr immer beliebter. In Lederhosen und Dirndl strömen sie in Massen in die Bierzelte, um sich eine Maß schmecken zu lassen. Dies führt leider dazu, dass Familien nicht immer einen Sitzplatz ergattern können, der ihren Bedürfnissen entspricht, gerade zu späterer Stunde ist es nicht unbedingt ratsam und auch nicht mehr vergnüglich, mit Kleinkindern inmitten vieler Betrunkener zu sein.
Wie die Übersetzungsfirma Toptranslation in einer kürzlich herausgegebenen Broschüre, deren Übersetzung Korrekturlesen sie haben, berichtet hat, wird von Seiten der Oktoberfestleitung allerdings konkret entgegengesteuert, um Familien den Aufenthalt auf dem Oktoberfest so angenehm wie möglich zu gestalten.
So sind jeden Tag während der Mittagszeit die Essens- und Trinkpreise in den Zelten reduziert, damit auch Familien mit mehreren Kindern sich eine Brotzeit leisten können und einmal in jeder Wiesnwoche findet ein sog. Familientag statt, an dem Eltern und ihr Nachwuchs an vielen Fahrgeschäften die Möglichkeit eines verbilligten Fahrpreises vorfinden.
Die neueste und größte Attraktion für Familien stellt allerdings das sog. historische Oktoberfest dar, ein extra Bereich, in dem eine Art “Mini – Wiesn” im Stil des ersten Oktoberfestes aus dem 19. Jahrhundert aufgebaut ist. Auf dieser historischen Wiesn gibt es keine laute Musik und keine extremen Fahrgeschäfte die die Besucher durchschleudern, als säßen sie in einer Weltraumrakete. Die Fahrgeschäfte sind jene, die die Eltern noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen, und bei denen sich niemand um die Kleinen Sorgen machen muss. In den Bierzelten geht es eher gemütlich denn fetzig zu und auch die Stimmung auf dem gesamten Festgelände ist eine sehr viel ruhigere und friedlichere. Ein Wehmutstropfen bleibt allerdings: Das alte Oktoberfest kostet einen minimalen Eintrittsbetrag, der allerdings gerade für Familien die Investition wert ist.